In der Wüste angekommen

DavGaier: Off-Grid

Gesamtschritte sollten bei 260.000 liegen.

Nach unserem Zero-Day ging es gestern wieder weiter. Der Ruhetag hat der Fußsituation super getan. Die zwei großen Blasen an den Außenfersen sind leer (hoffentlich) und trocken gelegt. Dafür hab ich jetzt wieder zwei symmetrische dazubekommen die in den Innenseiten der Fersen liegen. Aber diese zwei kommen auch wieder nur durch Überanstrengung. Am ersten Tag nach dem Zero sind wir bis zum dritten Gate gelaufen, dort gibt es einen organisierten Wassercache. D.h. Ein paar Trailangel stellen dort hunderte von Gallons an Wasser hin und füllen diese Wassermassen immer wieder auf. Jeder Hiker darf von diesem Cache nur drei Litter nehmen. Wobei dies auch auf Vertrauen basiert, dass sich alle daran halten.

Für unsere Mittagssiesta gab es am ersten Tag so gut wie keine Möglichkeit einen geeigneten Schattenplatz zu suchen und nach über einer Stunde des Suchens nach so einem Schattenplatz hab ich mir dann ganz einfach einen eigenen mit meiner Zeltunterlage gebastelt. Ein Schattentarp (#GermanEngeneering)

An dem Cache-Abend zog der Himmel schon am späten Nachmittag mit Wolken zu, und bescherte uns somit einen gigantischen Sonnenuntergang. Es war so, alls ob der Himmel in Flammen gestanden hätte.

Von Julian bis Warner Springs sind es 32 Meilen, und bis zu dem dritten Gate waren es 14 Meilen nur hoch, hoch, hoch. In vielen, vielen Serpentinen. Der zweite Tag nach Warner Springs war dementsprechend 18 Meilen lang, was auch der Ausschlag für die neuen Blasen war. Aber, wenn man schon nach vier Stunden die 10 Meilen erreicht hat (ging für die erste Hälfte nur Bergab), fällt es schwer, dort schon das Zeltlager aufzuschlagen.

Kurz vor den 10 Meilen haben wir unsere 100 Meilen Marke überschritten… YAY. Nur noch 25,5 Mal und der Trail ist geschafft.

Also ging es weiter. Kurz vor dem Ziel sind wir noch am Eagles Rock vorbei gekommen, eine Imposante Steinformation die Aussieht wie ein großer Steinadler.

Hier hab ich auch meine erste Klapperschlange gesehen. Langsam ist es denen warm genug um aus ihren Winterquartieren zu kommen. Jetzt lieg ich gerade im Zelt auf dem ‚Camping-Platz‘ von Warner Springs und morgen geht es ab sieben Uhr zur Post, wo mein erstes Resupply Packet liegt. Danach wird es vermutlich wieder so warm sein, dass der Tagesmarsch nicht länger als 10 Meilen sein wird.

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