Kayak 4 – Breton Islands

Wir haben zum gestrigen Pfannkuchenmorgen noch mal einen drauf gelegt… da wir morgen geplant haben im Supermarkt von Heriots Bay Nachschub zu kaufen… heute gab es eine doppelte Portion Pfannkuchen zum Frühstück. Ganze 14 Mini Kuchen habe ich aus meiner Pfanne gebacken. Yum.

Unsere Tagesstrecke war heute minimal länger als gestern, also sind wir schon im elf aufgebrochen. Da wir mit der Flut bzw mit der Flussrichtung paddelten konnten wir es uns leisten zwischen durch für eine halbe Stunde überhaupt nicht zu paddeln und dennoch an den King Islands vorbei getragen zu werden. Auf der ersten Insel der drei Kings Inseln haben wir auch wieder einen Weiskopfadler gesehen. Die haben einen ganz interessanten Ruf. Kling gar nicht wie so ein imposanter Vogel.

Eine halbe Stunde später auf Höhe der Dunsterville Island, die dem Dunsterville point von Read Island als Verlängerung dient haben wir den selben oder einen anderen Weiskopfadler gesehen, der von drei Möven schikaniert wurde.

Auf einen der Breton Islands, eigentlich nur einem kleinen Felsen im Meer, sind wir an einer kleinen Kolonie von Seehunden vorbei getrieben. Was man nicht alles so beobachten kann, wenn man nichts tut und sich treiben lässt. Faszinierend.

Heute haben wir dem Kayak wieder jede Menge Seil gelassen, wobei ich bezweifle, dass wir dadurch irgendeine Erleichterung morgen früh bemerken werden wenn wir das Kayak wieder hunderte von Metern zurück ins Meer tragen müssen. Wie schöne war es da heute früh vom Steg aus zu starten… das Kayak an genau der Stelle an der wir es abgestellt haben… mit trockenen Füßen einsteigen… hmmmm.

Den Rest des Tages haben wir mit entspanntem rumliegen, Magic spielen und die Natur genießen verbracht.

Morgen geht es jedenfalls in die Stadt 🙂

Kayak 3 – Bei den Fedje‘s

Gestern haben wir beim Pfannkuchen backen festgestellt, dass so Pfannkuchen recht viel Gas verbrauchen und wir viel zu wenig dabei haben. Generell haben wir die Transition vom PCT Hiker Essen hinüber zum Kayak Essen kräftig vergeigt. Was so ein Kayak alles tragen kann ist phänomenal. Wir haben aber immer noch Ramen als Abendessen eingepackt. Der nächste Kayak Trip wird auf jeden Fall eine bessere Essensplanung beinhalten.

Heute gab es, im Gegensatz zu gestern, die Pfannkuchen zum Frühstück. Herrlich einfach einen ganz entspannten morgen zu haben, in Ruhe allerlei gutes kochen können und nicht sofort aufzubrechen nur um eine bestimmte Strecke zurückzulegen.

Unser Ziel für heute, das Grundstück der Fedje‘s die wir gestern bei der Ausgrabungsstätte kennengelernt haben. Da es von Goepel Island nur ca zwei Stunden Runderfahrt bis dort war, haben wir uns mit dem ablegen Zeit gelassen… viel Zeit. Um ein Uhr ging es los, nach dem wir unser super Kayak drei Meter zum Wasser tragen mussten. Wir haben es gestern extra mit ganz viel Seil an einen Baum gebunden, damit es mit der Ebbe mitschwimmen kann. Hat es aber nicht gemacht und hing komplett verkeilt in den Klippen… super…

Auf dem Weg zurück zu Read Island haben wir wieder drei Finnen von Delfinen gesehen, somit erhöht sich die Anzahl gesichteter Menschen Freunde auf zwölf. Sind wie die Rehe auf dem PCT unsere lieben Delfine.

Der keine Schuppen, der ins als Übernachtungsplatz angeboten wurde, war leider reichlich vernetzt von Spinnentieren die jahrelang Zeit hatten hier zu wüten. Auch waren allerlei Spuren von Nagern zu sehen. Also haben wir unser Nachtlager auf der Veranda eines kleinen neugebauten Schuppens aufgeschlagen.

Zum Abendessen gab es heute Nudeln (richtige) mit Tomatensoße und angedünsteten Zwiebeln und Knoblauch. Super lecker!

Kayak 2 – Goepel Island

Um halb zwei in der Nacht werde ich von Simone geweckt… „Es regnet!“ wird mir ins Ohr geflüstert. Als Antwort von mir kam dann anscheinend nur „hmm… was machen wir jetzt?“. Verwöhnt von PCT und im speziellen von Californian und Oregon haben wir uns fürs Cowboy Campen entschieden… und dass auf oder in der Nähe von Vancouver Island. Also ist Simone schnell aufgestanden, zum Kayak gelaufen und hat ihr Zelt bzw ihr Rainfly geholt und aufgebaut. Zu zweit unter einem ein Personen Rainfly? Kein Problem. Bis zum Morgen waren zwar die Ränder der Schlafsäcke und Luftmatratzen nass aber der Rest blieb trocken.

Heute früh sollte es eigentlich Pfannkuchen geben. Leider hat irgendein Critter unseren Pfannkuchen Mix Beutel angeknabbert und der Kocher ist im Regen nass geworden und wollte nicht mehr anspringen. Also haben wir die zwei letzten Poptarts gefrühstückt.

Kalt und nass ging es dann gegen halb zehn weiter. Wir hatten eine Stunde Zeit im auf die andere Seite zu den Settler Islands zu kommen und diese zu durchqueren. Hier, am Ozean (ja wir paddeln zwar zwischen Kanada und Vancouver Island aber sind dennoch auf dem Pazifik), herrschen Ebbe und Flut und dadurch teilweise gehörige Strömungen wenn zur falsche Zeit am falschen Ort. Also pünktlich zur Wende um halb elf sollten wir durch die Insel Passage rudern. Aber bevor wir los legen konnten mussten wir unser Kayak erst mal zehn Meter den Strand runter tragen, da wir zur Flut angelegt haben und es jetzt Ebbe war.

Zur Mittagspause haben wir an dem einzigen, markierten Zeltplatz zwischen den Settler Islands und den Octopus Islands halt gemacht. Jetzt gab es aber Pfannkuchen… herrliche kleine Pfannkuchen mit Apfelmus.

Die Zeltplätze waren alle schon von Archäologen besetzt die hier Ausgrabungen machen. Vor zwölf tausend Jahren lag der Meeresspiegel hier zweihundert Meter höher und innerhalb von den folgenden tausend Jahren fiel der Meeresspiegel um fast die kompletten zweihundert Meter. Dadurch sind interessante geologische Merkmale entstanden anhand derer die Forscher ihre Ausgrabungsstätten definieren.

Nur fünfzig Meter von Strand entfernt, im Wald, haben sie ihre letzte Ausgrabung angefangen und uns eingeladen mal vorbei zu schauen. Gesagt getan und wir sind nach unserem Mittagessen, immer noch kalt, hoch zur Ausgrabung und sind dem den Forschern ins Gespräch gekommen.

Uns wurde Brot und Käse angeboten und später sogar noch ein Kaffee. Währenddessen haben wir allerlei Infos zur Ausgrabung erhalten. Es war schön zu sehen wie diese Leute beim Anblick von bestimmten Steinen in Hochstimmung gerieten.

Wir haben anscheinend so dünn und verfroren ausgesehen, dass und zwei der sieben Forscher angeboten haben zu einer Hütte von Ihnen zu paddeln und dort in einem kleinen Kabuff unsere Sachen trockenen zu lassen. Und so schnell war unsere Planung für die nächsten Tage am Hintern. Denn wir auf dem PCT gelernt, lehnt man solche Angebote nicht an. Also neuer Plan: übernachten auf den Settler Islands, was bedeutet bis halb fünf mit den Archäologen anhängen bis die Flut ihr Maximum erreicht, und dann am morgigen Tag bis zu deren Grundstück paddeln und einen entspannten Nachmittag genießen.

Auf dem Rückweg haben wir dann noch einen Weiskopf Adler gesehen. Mit allerlei Seehunden und drei weitern Delfinen heute der krönende Abschluss. Und ja, bei Ebbe sieht man hinderte Seesterne und Seeigel kurz unterhalb der Wasseroberfläche.