Techachipi Zero

Heute war ein fauler Tag. Wir haben den Fehler begangen erst gegen vier Uhr nachmittags zum einkaufen für den resupply zu gehen. Anscheinend wird im Land der unbegrenzten Möglichkeiten kein Regal vor Ladenschluss wieder aufgefüllt. Entsprechend leer und mager ist unser Essensplan für die nächsten fünf Tage. Okay normalerweise gibt es fünf mal Ramen. Aber Ramen gab es nur noch als Hühnchen und Beef Geschmack. Also stehen jetzt mashed potatoes auf dem Speiseplan. Auch nicht schlecht.

Zum Mittagessen sind wir zum Thai-Chapie gegangen und haben wir gestern thailändische Küche genossen. Ok bei mir gab es halt wie immer beim Asiaten Fried Rice 😀

Abends haben wir uns Solo (Star Wars) angeschaut. Super Film!!!

Ach ja… ab heute ist meine Nikon wieder mit auf der Reise dabei. Wieder zwei Kilogramm mehr im Rucksack. Hoffentlich bekomm ich bald die Chance ein paar Bilder mit ihr zu schießen.

Bis Techachapi

Gestern ging es früh um vier Uhr los. Das schönste an diesem, viel zu frühen Wecker war die Milchstraße. Hier unten auf dem Wüstenboden weit ab von nervigen Lichtquellen ist die Milchstraße so richtig hervorgetreten. Ein herrlicher Anblick, leider zu kurz da wir weiter mussten. Den ganzen morgen sind wir durch die Windfarm gelaufen, von der Dunkelheit über den Sonnenaufgang bis zum späten Morgen.

Der gestrige Tag bestand aus drei Abschnitten. Der erste und letzte Abschnitt haben jeweils einige Höhenmeter beinhaltet was den Tag recht anstrengend machte. Der mittlere Abschnitt war sehr eben. Im großen und ganzen jedoch fand ich den Aufstieg sehr entspannend. Man sieht so viele Sachen. Bunte Blumen, allerlei Formationen, Eidechsen und so viel mehr.

Gegen nachmittags sind wir am höchsten Punkt des Tages (und des gesamten Abschnittes nach Techachapi) an einen Trailmagic Ort gekommen. Hier standen Sonnenschirme und Stühle für uns Hiker bereit, dazu noch einige Galeonen an Wasser. Hier haben wir einige Stunden verbracht bis die aufkommenden Wolken die Umgebungstemperatur zu ungemütlich gemacht haben und wir eine Meile weiter bis zu unserem Campingplatz gelaufen sind.

In letzter Zeit stand bei uns nur noch Cowboy Campen auf dem Plan. Ein mal angefangen und schon wird man zu faul um das Zelt aufzubauen. Es ist einfach so einfach nur das Groundsheet hinzulegen, Luftmatratze aufzublasen und hinlegen. Super easy und auch einfach abzubauen.

Der Wecker ging heute wieder um vier Uhr… wir wollten die Milchstraße noch mal sehen. Aber heute hatten wir kein Glück. Dafür gab es bis fünf von mal eine weitere Stunde Schlaf.

Heute ging es eigentlich nur noch bergab. Knapp neun Meilen bis zu einer Straße an der es am Einfachsten ist nach Techachapi zu hitchen. Und wieder entlang einer riesigen Windfarm… angeblich einer der größten überhaupt.

Am Parkplatz angekommen haben wir einen Trailangel aus Techachapi angerufen um uns nach mehreren Minuten erfolglosen Hitch Versuchen abzuholen. In der 13.000 Einwohner Stadt gibt es knapp 30 Trailangel die ihre Nummern bei den verschiedenen Trailheads hinterlegen damit die Hiker bei ihnen Anrufen können sollten sie etwas brauchen. Total toll 🙂

Jetzt liegen wir im Bett eines der beiden Best Western Hotels in der Stadt und entspannen erst mal. Nachher geht es noch in den Pool und in die Jacuzzi. Das ist mal ein richtiger Neroday. Morgen folgt noch ein Zero und übermorgen geht es weiter. Die letzten 140 Meilen bis nach Kennedy Meadows und das finale Stück in Südkalifornien bevor es in die Sierras geht.

Nachtwanderung

Heute steht die ‚große‘ Aquaduct Wanderung bevor. Siebzehn Meilen stures geradeaus laufen mitten durch die Ausläufer der Mojave Wüste.

Um etwaige Hitzen zu vermeiden ist also unser erster richtiger Nighthike geplant. Wir verbrachten unseren kompletten Tag im Wee Vill Market und haben die Zeit abgesessen.

Zum Frühstück habe ich mir einen Stack (4) Pancakes gegönnt… nur um festzustellen, dass es für mich alleine viel zu viel ist, also haben wir schön zu dritt an den Pancakes gespeist.

Zum Mittagessen haben wir festgestellt, dass Eric gestern mit seiner Vermutung recht hatte und das essen, im Gegensatz zu dem Restaurant, nicht umwerfend war. Aber es hat auch satt gemacht.

Gegen fünf wurden wir zurück zum PCT gefahren und liefen los. Die Sonne hatte schon ihre gesamte Kraft verloren und es ging ein netter Wind. Dennoch sollten die nächsten siebzehn Meilen die schlimmsten Meilen bis jetzt auf dem PCT werden. Dieses Straßen laufen ist einfach nichts. Unglaublich langweilig und öde. Und es geht nichts voran. Im Gegensatz zum normalen Trail sieht man hier einfach was in einer Meile so passieren wird und nichts ist überraschend. Auf dem Trail hat man immer andere Gegebenheiten was alles Spannend macht und die Zeit vergeht viel schneller.

Die heutige Strecke haben wir in sechs ein halb Stunden geschafft. Da sieht man mal, dass so möglich ist sobald weniger lange Pausen eingelegt werden. Aber gerade die letzten zwei Meilen waren sehr mühsam. Um halb zwölf sind wir dann endlich an unserem Ziel angekommen, eine Brücke mit Wasser aus dem Aqueduct kurz vor einer gigantischen Windfarm. Durch die geht es morgen. Jetzt haben wir uns jedenfalls ganze vier Stunden Schlaf verdient, um vier klingelt der Wecker…